Wasser-Uhr System Derek Pratt
Die wassergetriebene Uhr mit der Zeitanzeige in Wassersäulen wurde im Auftrag der Bürgergemeinde Langendorf aus Anlass der 700-Jahr-Feier von Langendorf als Unikat erstellt.
Die «Wasseruhr» stellt zwischen dem ehemaligen Uhrmacherdorf und der Gemeinde-Wasserversorgung, welche seit Jahrhunderten durch die Bürgergemeinde betrieben wird, eine sinnvolle Verbindung her.
Funktionsweise
In das kleine Reservoir im Top der Uhr wird aus dem Tank Wasser gepumpt. Durch eine feine Düse läuft das Wasser in die darunterliegende Wippe und setzt sie in Bewegung.
Jede Stunde fliessen 6 Liter Wasser, 1 dl/min oder 10-12 ml je Pendelschwingung, in die Wippe. Diese treibt über zwei Schwerkrafthebel das Pendel an. Das Kalibriergefäss wird von der Wippe her mit Wasser gefüllt. Ein Schaltrad, gesteuert über das Pendel, sorgt jede Minute für die Entleerung.
Die Minutenmenge Wasser fliesst in den Zylinder mit der 10-Minuten-Skalierung. Sind 60 Minuten erreicht, entleert sich der Minutenzylinder über ein Syphon in den Stundenzylinder mit der Skalierung von 1 bis 12.
Nach 12 Stunden wird der Stundenzylinder auf die gleiche Weise entleert. Das Wasser fliesst zurück in den Tank. Von dort wird es wieder in das Reservoir im Top der Uhr gepumpt.
Das System funktioniert mit einem geschlossenen Kreislauf von 80 Litern frostgeschütztem Wasser.
Die Pendellinse und der Sockel bestehen aus Jurastein mit gut sichtbaren, offen gelegten Kristalleinschlüssen. (Im Sediment eingeschlossene Schnecken und Muscheln, deren Kalkgehäuse kristallisierten).
Das Gehäuse besteht aus rostfreiem Stahl und Sicherheitsglas. Im Uhrwerk wurden Messing, Kupfer und rostfreier Stahl verwendet. Alle Messing- und Kupferteile sind zum Schutz gegen Korrosion mit einem feinen Goldüberzug versehen.
Für die Pendelstange wurde das Metall Invar verwendet, das besonders gering auf Temperaturschwankungen reagiert.
Zeitanzeige
In Minuten und Stunden. Im oberen Glaszylinder werden die Minuten angezeigt. Die Stunden sind im unteren Glaszylinder ablesbar.


