
Die gut besuchte Bürgergemeindeversammlung bewilligte alle vom Bürgerrat vorgeschlagenen Geschäfte. Sie genehmigte das Budget 2010, das einen Überschuss erzeigt, der jedoch aus einem Liegenschaftsverkauf stammt. Ohne diese a.o. Einnahme würde ein leichtes Minus erzeigt.

Christian Friedli begrüsste als Bürgergemeindepräsident die rund 50 Personen an der Budgetgemeindeversammlung. Die Kreditanträge für dringend notwendige Wasserleitungsbauten in der Rüttenenstrasse Ost (Fr. 335’000) und Allmendstrasse West (Fr. 170’000) wurden einstimmig genehmigt.
Friedli zeigte beim Geschäft «Verkauf der Liegenschaft Bergstrasse» mit einer Bild-Dokumentation den desolaten Zustand des Gebäudes auf. Für die Bürgergemeinde stellte sich die Frage, ob mit erheblichen Investitionen das Haus wieder normal bewohnbar gemacht werden sollte, oder ob sie sich mit einem Verkauf entlasten soll. Nach Meinung des Bürgerrates gehört es nicht zum Kerngeschäft der Bürgergemeinde Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Seinerzeit, als die Sozialfürsorge noch in den Händen der Bürgergemeinden lag, diente das Haus der Aufnahme von Sozialempfängern. Heute sind die Einwohnergemeinden dafür zuständig, somit entfällt für die Bürgergemeinde der ursprüngliche Verwendungszweck. Der Bürgerrat stellte daher den Antrag zum Verkauf.
Auf die Frage, warum die Bürgergemeinde mit Verkauf solange zuwartete, die Umstellung der Sozialhilfe erfolgte bereits 1996, entgegnete Friedli, das Haus sei bis vor kurzem in gewissem Sinne eine Renditeliegenschaft gewesen, sofern man nur das Nötigste zum Unterhalt einsetzte und keine Investitionen tätigte. Nachdem die bisherigen Mieter alle auszogen, war es nicht mehr möglich, den Wohnraum im bisherigen Zustand zu vermieten. Die Versammlung stimmte deshalb dem Verkauf einstimmig zu.
Das Budget für 2010 zeigte keine wesentlichen Veränderungen. Der ausgewiesene Ertragsüberschuss von Fr. 203'247 entsteht durch den Verkauf der Liegenschaft. Ohne diesen Zuschuss wäre ein marginales Defizit von Fr. 9'190 auszuweisen.
Ohne Gegenstimmen wurde das Budget 2010 genehmigt.
Der Präsident verabschiedete zum Schluss das Pfarrer-Ehepaar Hannes und Ursula Langenegger, das Langendorf auf Ende 2009 verlässt, und dankte für das langjährige Gastrecht im reformierten Kirchgemeindesaal.
Der anschliessende Jahresschluss-Apéro bot Gelegenheit zur Pflege der persönlichen Kontakte unter den Bürgerinnen und Bürgern.
Hans A. Rölli
091207

