
Budgetgemeinde vom 3. Dezember 2011
Bürgergemeindepräsident Christian Friedli begrüsste 64 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger und dankte ihnen für das Interesse an den Geschäften der Bürgergemeinde.
10 Neubürgerinnen und Neubürger konnten die Einbürgerungsurkunden überreicht werden. Es sind dies: Mustafa Aktekin, Grozda Fijatov mit Tochter Ivana, Katharina Kiesbauer, Ipek Psaagha mit den Kindern Zühre Sarkumlar und Rojan Psaagha, Tino und Sigrun Scholz mit Sohn Valentin.
Mit grossem Applaus nahm die Versammlung die neuen Bürger in ihren Kreis auf.
Der Betrieb der Wasserversorgung stellt immer höhere Anforderungen. In den letzten Jahren hat sich der Wasserverbrauch pro Person praktisch halbiert. Weil die bisherigen Wassertarife auf dem Verbrauch basierten, wirkte sich dieser positive Trend im Minderverbrauch negativ auf die Finanzierung aus. (Weniger Verbrauch = weniger Einnahmen) Dem gegenüber stehen die von Bund und Kanton geforderten hohen Ansprüche an die Hygiene in den Wasserversorgungen. Wasser muss heute wie ein Lebensmittel behandelt werden. Das verursacht im Unterhalt des Leitungsnetzes sowie der technischen Anlagen erheblich höhere Kosten. Weiter verlangt der Kanton einen kontinuierlichen Abbau der Schulden, damit sichergestellt ist, dass für den Ausbau und Unterhalt des Wassernetzes immer genügend Mittel vorhanden sind. Der Bürgerrat hat sich deshalb entschlossen, mit dem Wechsel zu höheren Grundgebühren und einem tieferen Wasserpreis dieser Entwicklung Rechnung zu tragen.
Seit 1. Januar 2001 sind der Wasserbezugspreis und die Grundgebühren gleich geblieben. Am 1. Januar 2003 erfolgte der Wechsel in der Berechnung der Grundgebühr von «Wohnungsbezogen» auf das System «Zonengewichtete Fläche ZGF». Dieser Wechsel hatte keinen Einfluss auf die Einnahmen aus den Grundgebühren.
Nach dieser eingehenden Begründung durch den Präsidenten sowie den Ausführungen des Finanzverwalters zur Mittelflussrechnung, in welcher er aufzeigte, wie sich die Schere zwischen den Schulden und den Einnahmen ohne Korrekturen immer weiter öffnet, stimmte die Versammlung ohne Wortmeldungen einstimmig der Anpassung des Gebührentarifs der Wasserversorgung zu. Somit gelten ab 1. Januar 2011 für den Wasserbezug pro m3 Fr. 1.55 (bisher Fr. 1.90) und für die Grundgebühr Fr. 1.-- (bisher Fr. 0.55) pro m2 ZGF.
Nach den Erläuterungen von Präsident Ch. Friedli, der anhand von Plänen aufzeigte, welche Arbeiten ausgeführt werden müssen, genehmigte die Versammlung ohne Gegenstimmen den Kredit von Fr. 150'000.--.
Einleitend kommentierte Finanzverwalter A. Hess das vorgelegte Budget 2011. Die Bürgerrechnung erzeigt einen Aufwandüberschuss von Fr. 1'340.--, ebenso die Forstrechnung mit Fr. 1'342.-- Minus. Die Wasserversorgung schliesst mit einem Überschuss von Fr. 7'285.-- ab. Somit ergibt sich in der Gesamtrechnung praktisch eine schwarze Null mit einem Überschuss von Fr. 4'603.--. Hess machte darauf aufmerksam, dass beim heutigen tiefen Zinsniveau unsere Geldanlagen praktisch nichts mehr einbringen, deshalb konnte auch der Ertrag aus dem Verkauf der Liegenschaft Bergstrasse noch nicht genügend gewinnbringend angelegt werden.
Dadurch entsteht in der Bürgerrechnung ein Engpass. Demzufolge wurde die Bürgerrechnung von Ausgaben entlastet.
In der Wasserrechnung wurde bereits mit den Mehreinnahmen durch die Tarifanpassung budgetiert. Diese bringt 3.8% Mehreinnahmen, was zu einem kleinen Ertragsüberschuss führte.
In der Investitionsrechnung sind Nettoaufwendungen von Fr. 40'000.-- vorgesehen.
Präsident Ch. Friedli ging anschliessend den Voranschlag Seite für Seite durch. Es erfolgten keine Wortmeldungen.
Einstimmig genehmigte die Versammlung das vorgelegte Budget 2011.
Max Kaufmann dankte auch im Namen von Willy Kissling für die Unterstützung ihrer Arbeit, das Busletenbächli am Laufen zu halten. Besonders gefreut hat der Einsatz der Schulklasse von Lehrer Loretz, welche von der BG mit einem Zvieri belohnt wurde.
Ch. Friedli verdankte den freiwilligen, selbstlosen Einsatz von Max Kaufmann und Willy Kissling.
Thomas Schär verdankte den Beitrag der BG an den Männer-Turnverein, der für den Unterhalt der Feuerstelle im Schilfwäldli besorgt ist. Die Arbeiten werden zur Hauptsache von Franco Orlandi ausgeführt.
Walter Ledermann wies auf den Weihnachtsbaumverkauf vom 18.12.11 hin. 2011 ist das Jahr des Waldes. Der Waldwirtschaftsverband führt aus diesem Grund monatlich eine Veranstaltung zum Thema Wald durch. Details werden in der Tagespresse publiziert.
Abschliessend dankt Bürgergemeindepräsident Friedli allen Anwesenden für ihre Teilnahme an der GV und das Interesse, das sie der BG entgegenbringen. Mit den besten Wünschen für die kommenden Festtage und das neue Jahr schliesst er die Versammlung.
Beim anschliessenden Apéro wurde die Gelegenheit zum persönlichen Gedankenaustausch rege genutzt.
Hans A. Rölli
Bürgerschreiber
101208 hr.
Aus der Solothurner Zeitung vom Montag, 20. September 2010
Text und Bild: Lea Reimann
Samuel Schmid plädierte am gestrigen Bettagsgottesdienst nicht nur Dankbarkeit, sondern auch dafür, Verantwortung zu übernehmen. Der prominente Redner lockte zahlreiche Besucherinnen und Besucher in den Konzertsaal.
«Die Welt ist zum Dorf geworden», betonte alt Bundesrat Samuel Schmid und ging damit auf Tücken der Globalisierung ein. «Ein Problem auf dieser Seite des Erdballs wird sofort auch zum Problem auf der anderen Seite. Die Distanz hat ihre Schutzwirkung verloren.» In Anbetracht der Konflikte zwischen Religionen und Kulturen, die gerade bezüglich Integration in der Schweiz immer wieder zum Thema werden, stelle sich die Frage, ob wir überhaupt Brücken schlagen können, oder ob es Unverträgliches zwischen den Kulturen und Religionen gebe.

GELEBTE ÖKUMENE
Christian Friedli, Lilo Schütz, alt Bundesrat Samuel Schmid, Hans-Peter Berger und Christian Merkle (v.l.) beim Segen im Langendörfer Konzertsaal.
2010 ist das Jahr der Biodiversität (Artenvielfalt). Unter diesem Thema stand der Waldgang. Forstingenieur Richard Stocker erzählte den rund 130 Interessierten viel Wissenswertes über den Heimlisbergwald.
Hier die Bilder vom Waldgang. Fotografiert von Rolf Hertig und Christian Friedli.
Hans A. Rölli
100824
Im Zusammenhang mit den Erneuerungen in der Liegenschaft MIGROS dem von der Wasserversorgung Langendorf garantierten Lösch-Schutz der Psychiatrischen Klinik verlangte die Solothurnische Gebäudeversicherung die Vergrösserung der für die Feuerwehr reservierten Wassermenge in unserem Reservoir von bisher 600'000 Liter auf 700'000 Liter.
Im Normalfall muss das Wasser sowohl beim Einlagern ins Reservoir, wie auch beim Bezug aus diesem über Löschbogen in der Form eines auf dem Kopf stehenden U fliessen.
Damit wird sichergestellt, dass das Niveau im Reservoir nicht unter die Grenze zur reservierten Löschreserve absinken kann. Bei bedarf kann die Feuerwehr die Löschreserve beziehen, indem nach dem Öffnen der so genannte Löschklappe alles Wasser aus dem Reservoir bezogen werden kann.
Die geforderte Vergrösserung der der Löschreserve um 100'000 Liter machte die Erhöhung des Löschbogens um 20 cm erforderlich. Praktisch hiess dies, in jedem Schenkel des Löschbogens ein Rohrstück von 20 cm Länge zusätzlich einzubauen. Da der Löschbogen nur einmal vorhanden ist, mussten die Arbeiten mit grosser Umsicht geplant und durchgeführt werden, um die ständige, ununterbrochene Versorgung der Bezüger sicherzustellen.
Am vergangenen 15. Juni wurde die anspruchsvolle Aktion erfolgreich durchgeführt. Um die Rohrstücke einzubauen musste der obere Teil des Löschbogens demontiert werden, was natürlich erst nach Absenken des Wasserstandes bis unter die Trennstelle möglich war.
Bereits am Vortag wurde die fast volle Reservoir-Kammer Nr. 1 als Sicherheitsreserve vom Netz genommen und die Löschklappe geöffnet. Die Speisung des Netzes erfolgte dadurch nur noch aus der Kammer Nr. 2 deren Wasserstand kontinuierlich zu sinken begann.
Das Niveau in dieser Kammer wurde laufend kontrolliert, um allenfalls rechtzeitig eingreifen zu können. Am Morgen stand der Wasserspiegel dann wie gewünscht nur noch wenig über dem Löschbogen, was noch zu viel war wurde über Hydranten und die Entleerungsleitung abgelassen.
Die beiden routinierten Mitarbeiter der Firma Fischer Rohrleitungsbau lösten darauf hin alle Schrauben und hoben den oberen Teil des Löschbogens mit den Hebezeugen an. Es war schon eindrücklich, zu beobachten, wie sich der Wasserspiegel in den beiden offenen Röhren durch den Verbrauch langsam senkte.
Im Netz wurden zu dieser Zeit etwa 500 Liter pro Minute bezogen. Bereits nach einer guten Stunde waren die Verlängerungsstücke in Stellung gebracht und der Bogen wieder dicht verschraubt. Dies war der Moment, die volle Kammer Nr. 1 langsam wieder zuzuschalten.
Am Mittag war dann auch die gekürzte Entlüftungsleitung für den Löschbogen wieder montiert, worauf der Normalbetrieb wieder aufgenommen werden konnte.
Christian Friedli
100820